Wenn es dem Rücken schlecht geht, tut es weh

Der Körper kennt keine Worte. Wenn er mit uns kommuniziert, schickt er Signale. Das deutlichste Signal ist der Schmerz. Damit will er uns sagen: „Es tut mir nicht gut, wie du mit mir umgehst!“ Am häufigsten leidet er unter einer unangenehmen Haltung. Die Muskeln verspannen, verkürzen und überdehnen auf unnatürliche Weise.

Das trifft auf 99 % aller Rückenschmerzen zu. Diese lassen sich durch einfache Maßnahmen kurieren. Ich zeige Ihnen heute eine Übung, die sich besonders angenehm im unteren Rücken auswirkt. Also eine Übung bei Kreuzschmerzen, Ischias, Hexenschuss bzw. zur Vorbeugung dazu.

Wenn Sie die Übung zweimal täglich für wenige Sekunden machen, beherrschen Sie sie nach wenigen Tagen freihändig!

Es geht um die tiefe Hocke

Die tiefe Hocke beherrscht jedes Kind. Ähnlich wie Barfußlaufen ist sie eine angeborene Fähigkeit. Irgendwann im Laufe der Zeit kommt sie uns – leider – abhanden. Die gute Nachricht: Wir können sie ganz einfach wieder lernen.

Kleine Kinder, Naturvölker, Asiaten können längere Zeit ohne Probleme und ohne Anstrengung in der Hocke verharren. Sie brauchen weder Stuhl, Sessel oder Sofa.


Und so geht es


Das Wichtigste bei dieser Übung: Die gesamte Fußsohle muss den Boden berühren.
Also die Hacken auf den Boden!
 
Sie werden es wahrscheinlich nicht schaffen, die Haltung auf Anhieb freihändig einzunehmen.
 Ich rate davon ab, denn Sie könnten nach hinten auf den Boden fallen.
 Bitte halten Sie sich am Anfang fest (Türdrücker, Waschbecken, Pfahl, Baum, Zaun, Parkbank)

Schon beim ersten Üben werden Sie merken, wie angenehm es sich im Rücken anfühlt, ihn so aushängen zu lassen.
 Halten Sie diese Stellung für 5 bis 10 Atemzüge – gerade so lange, wie es Ihnen guttut.
 
Sie werden staunen, dass Sie sie
nach wenigen Tagen tatsächlich freihändig beherrschen – also ohne sich irgendwo festzuhalten – wie auf den Bildern oben.
Die tiefe Hocke.
Mit den Fersen am Boden!

Weshalb es sich lohnt, die tiefe Hocke zu lernen

• bessere Körperhaltung • gut für Knie, Hüfte, Becken, Beckenboden, Po, Beine • Linderung von Schmerzen • Kräftigung der Gesäß- und Beinmuskeln • zur Geburtsvorbereitung • Hämorrhoiden-Prophylaxe • Sturzprophylaxe • Schmerzprophylaxe •

Gehören Sie zur Risikogruppe?

• Dauersitzer: LKW-Fahrer, Busfahrerin, Kranführer, Knowledge Worker, Büroarbeiter • Körperlich Geforderte: Handwerkerin, Gärtner, Hobbygärtner, Reinigungskräfte – alle, die körperlich anstrengende Arbeit verrichten und diese oft in nach vorne gebeugter Haltung ausführen • Vielsteher: Verkäufer, Friseure, Lehrerin, Bäcke

Der 15. März 2019 ist der Tag der Rückengesundheit  – aber eigentlich sollte es jeder Tag sein –

mehr dazu unter • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/91808/Rueckenprobleme-sind-fuer-jeden-elften-Fehltag-verantwortlich.htmlhttps://www.stern.de/gesundheit/ruecken/tag-der-rueckengesundheit-die-zehn-schlimmsten-dinge-fuer-die-wirbelsaeule-5606204.htmlhttps://www.bvpraevention.de/cms/index.asp?inst=newbv&snr=12631

Werbeanzeigen

Wenn Kraft frei wird

DSCF1959 Brandung

Wenn das Meer tobt, braucht es eine lange Weile, bis es sich wieder beruhigt.

DSCF2479 Meer Sonne

So ähnlich geht auch uns Menschen. Unser vegetatives Nervensystem kann in einem Bruchteil von Sekunden enorme Energie freisetzen, damit wir so schnell wie möglich unser Leben retten können. Bis sich das Nervensystem wieder beruhigt hat, braucht es Zeit. Beruhigung geht langsam – Erregung geht schnell.

Es geht nicht immer um Leben und Tod

Manchmal regt uns etwas derart auf, dass wir „hochgehen“ und lange nicht wieder zu uns selbst kommen. Eine Zeitungsnachricht – eine Aufgabe, der wir uns nicht gewachsen fühlen – eine Kritik von einer unwichtigen Person – eine dumme Bemerkung – Zeitdruck …

Für Situationen, in denen das Kopfkino arbeitet, man sich aber lieber beruhigen möchte, habe ich eine kleine Übung für Sie.

Sie können Sie hier als Tonaufnahme hören.

http://www.hypnose-coaching.de/mp3-minuten-techniken/

Wenn Sie Ihnen gefällt, können Sie sich herunterladen.

Wie geht die Übung? Es macht Sinn, bei dieser Übung die Augen zu schließen oder den Blick an einem Punkt ruhen zu lassen. Sie können sitzen stehen oder liegen.

Die Übung beruht auf einer inneren Vorstellung: Sie stellen sich vor, einen angespannten Zustand auf einer gedachten Skala von 10 bis 1 einzuordnen. Die Anspannung also oben – bei „10“. Ich zähle dann von 10 bis 1 rückwärts. Und die Idee ist, dass Sie bei „1“ auf einer entspannteren Bewusstseinstufe sind. Eben gelassener, ruhiger.